Bienen füttern im Spätsommer: Futterkontrolle ohne Räuberei
Share
Stand: 13. August 2026
Nach der letzten Honigernte beginnt eine wichtige Phase: Die Völker sollen ausreichend Wintervorrat anlegen, ohne unnötige Unruhe oder Räuberei. Die Vorgehensweise hängt von Volksstärke, Beutensystem, Standort und Tracht ab.
Vor der Futtergabe prüfen
- Volksstärke und Brutbild beurteilen.
- Vorhandene Futterwaben kontrollieren.
- Flugloch und Raum an die Bienenmasse anpassen.
- Nur gesunde und weiselrichtige Einheiten weiterfüttern.
Kontrolliert und sauber arbeiten
Futter in passenden, kontrollierbaren Gaben geben. Verschüttetes Futter, lange offene Beuten und Futterreste am Stand erhöhen das Räubereirisiko. Deshalb zügig und sauber arbeiten und die Völker nur so lange öffnen wie nötig.
Für kleinere Gaben eignen sich ein VIMEX Oberträger-Futtertrog 1,5 Liter oder ein VIMEX Decken-Futtertrog 0,8 Liter. Für kompatible Bee-Home-Beuten ist die Bee Home Futterzarge 5,5 Liter verfügbar. Bitte immer das eigene Beutemaß prüfen.
Keine pauschale Futtermenge
Eine feste Literzahl passt nicht zu jedem Volk. Entscheidend sind Volksstärke, Klima, Beute, Vorräte und Einwinterungszeitpunkt. Der Vorrat sollte regelmäßig kontrolliert werden; Ziel ist ein gut versorgtes, ruhiges Volk.
Dieser Beitrag ist allgemeine Information und ersetzt keine Beratung durch Bienenfachberatung, Veterinäramt oder Bieneninstitut.
Quellen
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau: Das Bienenjahr
- LLH Bieneninstitut Kirchhain: Bienen halten in Hessen
Eigenständig formulierter Beitrag der Nektar24-Redaktion; die Quellen sind zur weiteren Lektüre verlinkt.